Rasthof mit Möbelmarkt

Neulich waren wir mal wieder in Deutschland unterwegs, Samstagabend, ca. 60m km - da ließ sich das Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme nicht vermeiden. Früher waren uns dafür die Rasthöfe mit dem Goldenen M in der Ankündigungstafel das geringste Übel. Da weiß man zumindest, was man kriegt und kann schnell weiter. Aber richtig appetitlich ist es nicht. Als wir im September 2016 mal wieder in einem dunklen, ungemütlichen Raststätten-McDonald’s mit übereifriger Klimaanlage saßen und nicht einmal der Standarf-Cheeseburger über seine ihm eigene Pappigkeit hinwegzutäuschen vermochte, beschlossen wir ein Jahr auf den Besuch der Restaurants dieser Franchise-Kette zu verzichten. Das klappte auch ohne Schmerz.

Vor ein paar Tagen aber war es mal wieder soweit, irgendwo bei Hannover. Ein bisschen habe ich schon erwartet, dass mich die lange Abstinenz mit hinreichendem Genuss an die Sache mit dem goldenen M herangehen lässt, aber es hielt nicht lange an. Es bestätigte sich, dass uns nichts gefehlt hat.

Das Problem des Wegehungers war mit dieser Erkenntnis natürlich nicht aus der Welt geschafft. Auf dem Rückweg kam uns dann der Einfall, bei ein anderen sehr beliebten Einrichtung der Systemgastronomie einzukehren. Auch sie kündigt sich oft durch den Markennamen an, der weithin sichtbar an einem mehr oder weniger hohen Mast prangt: IKEA.

Tatsächlich gibt es da nicht die ganz feine oder einfallsreiche Küche, aber doch etwas, was aus der Pfanne / dem Topf auf einen Porzellan- Teller gelegt wird, dazu eine Salatbar, eine Obstbar, anderes Dessert, Cranberry-Brause, eine gewisse Abwechslung und Besteck für alles. Noch dazu sind die Preise im Vergleich zu McDonald’s nicht höher, falls das der Maßstab sein soll.

Weiteres Argument: für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit ist McDonald’s ein trauriger Ort. Nicht Mal die Wraps kommen ohne Weizen aus. Bleibt nur ein Salat und Pommes Frites. Bei IKEA kann man sich auch mit dieser Einschränkung ordentlich sattessen.

Ist das wirklich praktikabel? Die meisten IKEA-Märkte liegen in der Nähe einer Autobahn. Entlang der A7 z.B. zeichnet sich eine perfekte Versorgung ab. Natürlich haben die Märkte keine eigene Autobahnabfahrt, aber ein riesiger Umweg ist in der Regel nicht erforderlich. Parkplätze gibt es auch reichlich. Solange einen also nicht in der Nacht oder am Sonntag der Hunger plagt, ist das also ein tatsächliche Alternative, die wir ab jetzt auf dem Plan haben.

Ikea Karte

Einen Nachteil gibt es: Man kann die Märkte in der Regel nicht auf kürzestem Rückweg wieder verlassen, sondern muss zumindest eine Runde durch die SB-Halle drehen. Aber auf Reisen will man ja schließlich schnell weiter … :-)

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